OKINAWA – Das japanische Ferienparadies!? Vortrag von Dr. Kenji Kamino (Hannover)

19.03.2017 | Helmut Lange

Am 31.März 2017 findet in der SMW um 19:00 Uhr ein Vortrag unter dem Motto „OKINAWA- Das japanische Ferienparadies!?“ statt. Referent ist Dr. Kamino (Hannover)

Dr. Kamino

Dr. Kamino

Okinawa ist eine der 47 Präfekturen Japans, die aus zahlreichen Inseln besteht. Das Klima ist subtropisch, so dass Okinawa ein beliebter Ferienort ist.
Hier können Urlauber in wunderschöner Natur Wassersport treiben und interessante Kultur kennenlernen. In Okinawa gingen kulturelle sowie soziale Entwicklungen sehr langsam voran. Ab dem 12. Jahrhundert entwickelte sich ein hierarchisches, soziales System.
Und Mitte des 15. Jahrhunderts entstand ein vereinigtes Königreich, das „Ryūkyū“ hieß. Es war unter beträchtlichem Einfluss chinesischer Kultur aber politisch weitgehend unabhängig von China und Japan.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das RyūkyūKönigreich vom Fürstentum Satsuma von Japan erobert, was zum Verlust seiner Unabhängigkeit führte. Japan ließ jedoch die Monarchie des Ryūkyū bestehen und selbständigen Außenhandel mit benachbarten Staaten treiben.  In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Inseln vollständig in den japanischen Nationalstaat, als Präfektur Okinawa, eingegliedert. Im März 1945 begann die Schlacht um Okinawa und dauerte 3 Monate lang.  Nach dem Kriegsende richteten die USA mehrere Militärstützpunkte auf Okinawa ein. Okinawa wurde 27 Jahre lang vom US-Militär besetzt und regiert. Die Wiedereingliederung der amerikanischen Ryūkyū-Zone in den japanischen Staat erfolgte erst im Jahr 1972.   Die fortwährende Präsenz der amerikanischen Streitkräfte wird zum Teil als große Belastung empfunden, auch wenn sie aus geopolitischen Gründen unvermeidlich zu sein scheint. PD Dr. med. Kenji KAMINO, geb. 1953 in Oita, lebt seit 1974 in Deutschland, studierte in Marburg und Düsseldorf Humanmedizin, arbeitete nach seiner Promotion als Pathologe an der Medizinischen Hochschule Hannover. Verheiratet mit einer Japanerin ist er seit 2005 als Hobbytöpfer aktiv. 2005-2016 war er Stellv. Vorsitzender des Deutsch-Japanischen Freundschaftskreises Hannover – Hiroshima e. V., nun im Beirat. Seit 2008 ehrenamtliche Vortragstätigkeit, wiederholt auch bei der DJG Trier.